68 Folgen. Ein Rückblick.

Shownotes

Drei Jahre, 68 Folgen und viele spannende Gespräche später ziehen wir Bilanz. Was haben wir über die Klimawende gelernt? Welche Ideen tragen wirklich dazu bei, Emissionen zu senken und gleichzeitig Wohlstand zu sichern?

In der letzten Folge von oeco?logisch! blicken wir auf die wichtigsten Erkenntnisse aus drei Jahren Podcast zurück – von Marktwirtschaft und Innovation über Wasserstoff und Speicher bis hin zu den Rahmenbedingungen, die Unternehmen für Investitionen brauchen. Eine Abschlussfolge über die Frage, wie Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg gemeinsam gelingen können.

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00:00:13: Herzlich willkommen zu Öko, logisch dem Podcast von Öko Luschen.

00:00:19: Mein Name ist Christian Schimitesch und wir sprechen hier über das Klima, die Klimawende, Projekte und Perspektiven.

00:00:26: Und dass immer mit dem Motto Wachstumstandard-Klima zusammen gedacht.

00:00:32: Und das heute zum letzten Mal!

00:00:34: Mit Ende Juni stellt ÖkoLuschen seine Tätigkeit ein.

00:00:39: Ökolution endet auch dieser Podcast.

00:00:42: Wir wollen daher in der letzten Ausgabe zurückblicken auf Gespräche, die uns geprägt haben auf Gäste und die neue Perspektive eröffnet haben auf Meinungen, die wir weiterbringen.

00:00:55: Denn genau darum ging es uns ja immer Klimapolitik nicht als moralisches Bekenntnis sondern als ernsthafte Debatte nicht mit Angst verboten Symbolpolitik sondern mit Vernunft Technologie und Marktwirtschaft.

00:01:09: Und mit dem Blick auf die Lebensrealität der Menschen, weil wir überzeugt sind dass Klimawende wirtschaftliche Entwicklung und gesellschaftlicher Wohlstand keine Gegensätze sind sondern zusammengehören.

00:01:22: Unsere Gespräche waren oft kontrovers und genau das war immer die Idee dieses Podcasts denn Wir leben in einer Demokratie und Demokratie bedeutet nicht dass alle derselben Meinung sind, Demokratie bedeutet unterschiedliche Positionen auszuhalten, Argumente auszutauschen und um die besten Lösungen zu ringen.

00:01:43: Gerade bei Themen wie Klima- und Wirtschaft braucht es diesen offenen Diskurs nicht weniger Debatte sondern mehr, nicht weniger Perspektiven, sondern mehr!

00:01:53: Wir hören also jetzt hinein in drei Jahre Podcast Ökologisch mit einem der ganz großen Denker des Landes, mit dem Philosophie-Professor Konrad Paul Lisman.

00:02:08: Er spricht aus was auch für Kuluschen immer zentral war.

00:02:13: Klimapolitik darf Menschen nicht klein machen, darf nicht Angst machen.

00:02:17: Sie muss zeigen wie ein besseres Leben möglich wird.

00:02:21: Ich denke, man sollte viel mehr, wenn man etwas verbessern will nicht mit diesen apokalyptischen Szenarien und mit Verzichtsappel arbeiten sondern eher auch mit Hinweisen darauf welche Verbesserungen es an Lebensqualität mit sich bringen würde.

00:02:38: Wenn man Maßnahmen setzte die vielleicht nicht das Weltklima retten werden aber doch einen Beitrag leisten könnten um die ökologische Situation hier vor Ort aufzuentspannen

00:02:50: Denn es geht, so ließ man schlichtweg um die Menschen.

00:02:54: Ich würde überhaupt mal vorschlagen nicht immer von Klimaschutz zu sprechen, denn das Klima braucht nicht geschützt werden.

00:03:01: Das ist wie es ist und wird sein, wie es sein wird.

00:03:04: Sonst geht natürlich um Menschenschutz.

00:03:06: Wir wollen klimatische Verhältnisse, die uns ein gutes Leben ermöglichen.

00:03:14: Genau das war für uns immer ein entscheidender Punkt!

00:03:18: Die Klimawende ist kein Selbstzweck, es geht nicht darum Menschen zu erziehen.

00:03:23: Es geht darum Wohlstand Freiheit und Lebensqualität zu sichern.

00:03:28: eine Debatte darüber braucht Ehrlichkeit und Differenzierung Nicht-Moralisierung die Klimapolitiker als Kampf zwischen gut und böse erzählt.

00:03:37: genau davor warnt Axel Bojanowski als Buchertor und Wissenschaftsjournalist bei der deutschen Welt

00:03:44: Und es hat sich so eingebürgert, dass man das im schwarzen und weißen Teil der Gut- und Böse dieses Thema.

00:03:49: Das hilft überhaupt nicht um den Leuten wirklich zu beschreiben was das für ein Problem eigentlich

00:03:54: ist.

00:03:55: Wer Menschen für Klimaschutz gewinnen will muss Zusammenhänge erklären, Nicht Lager bilden.

00:04:02: Fakten wären wichtig und echte Expertise.

00:04:05: Die

00:04:05: Experten haben sich verabschiedet.

00:04:08: Statt Experten, haben wir jetzt viel Aktivisten und das trägt nicht, wie man meinen könnte zum Verständnis des Klimaproblemes bei sondern im Gegenteil.

00:04:17: Das sorgt eigentlich dafür dass Leute abgeschreckt

00:04:19: sind.".

00:04:20: Die Aussage ist unbequem aber wichtig!

00:04:22: Denn wer Menschen für die Klimawende gewinnen will darf sie nicht belehren.

00:04:26: Er muss erklären er muss Zweifel ernst nehmen.

00:04:29: auch der österreichische Journalismus sollte sich das zu Herzen nehmen.

00:04:34: Die deutsche Journalismuslegende Hans-Jorchen Friedrichs hat mal gemeint, dass sich Journalisten nicht mit einer Sache gemein machen dürfen.

00:04:42: Auch nicht mit einem guten.

00:04:44: Heute würde man wohl sagen, Journalisten sollten keine Aktivisten sein!

00:04:50: Warum aus Sicht von Axel Bojanowski handeln dringend notwendig ist, erklärt er jetzt?

00:04:57: Wir haben hier ein Experiment mit der Erde angestoßen, von dem wir gar nicht genau wissen was eigentlich passiert.

00:05:02: Das reicht mir eigentlich schon dass man Maßnahmen treffen müsste.

00:05:04: ja

00:05:05: also die Unsicherheiten

00:05:06: sind eigentlich finde ich das sind gerade Besorgnis erregend.

00:05:09: Man weiß es ist jetzt zu wenig.

00:05:12: Aus dieser Unsicherheit folgt nicht Panik aber sie verlangt handeln und zwar kluges Handeln.

00:05:18: Für uns bei Kuluschen war dabei immer klar Die Klimawende kann nur dann erfolgreich sein wenn sie wirtschaftlich tragfähig ist nicht gegen Wirtschaft und Standort, sondern miteinander.

00:05:31: Gabriel Felbermeier hat das auf den Punkt gebracht.

00:05:33: Er ist Ökonom des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO in Deutschland.

00:05:38: Ist er auch im Rat der Wirtschaftsweisen?

00:05:41: Und er meint ...

00:05:42: Je mehr Klimapolitik wirklich zu T-Growth führt, umso mehr wird sie sich diskreditieren.

00:05:47: Das heißt gerade weil ich mir eine ambitiative Klimapolite gewünsche muss sie kombinierbar sein mit einer Verbesserung der Lebensqualität der

00:05:55: Menschen.".

00:05:56: Das ist ein Argument das uns im Podcast immer wieder begegnet ist.

00:05:59: Klimappolitik muss funktionieren ökologisch aber auch wirtschaftlich denn ohne Akzeptanz und Investitionen wird die Transformation nicht gelingen oder?

00:06:10: wie Gabriel Felbermeier es sagt.

00:06:12: Ohne Planungssicherheit die privaten Investitionen nicht fließen können und ohne private Investition gibt's keine Klimawende, ja der öffentliche Sektor kann das nicht alleine stemmen.

00:06:24: Genau deshalb haben wir in diesem Podcast immer wieder über marktwirtschaftliche Instrumente gesprochen über CO-Zweibreise Emotionshandel internationale Märkte und über die Frage wie Kapital dorthin gelenkt werden kann wo es die größte Wirkung entfaltet.

00:06:42: Paul Nimmerfall und Jakob Zenz von Ekinetics sind Experten für CO-Zertifikate.

00:06:47: Sie wissen, warum Kompensation kein Ablasshandel ist sondern ein notwendiges und sinnvolles Werkzeug besonders bei unvermeidbaren Emissionen.

00:06:57: Das erklärt Paul Nummerfall

00:06:59: In diesem Bereich der unvermeidbaren Emissionen.

00:07:01: wie groß dieser Bereich auch ist, macht es eben Sinn das man Projekte entwickelt die irgendwo auf der Welt CO² kompensieren.

00:07:10: Je regionaler desto besser.

00:07:12: aber wir können nicht alle Projekten dieser Art in Österreich haben.

00:07:16: Wichtig ist dabei – Der Klimawandel endet nicht an Staatsgrenzen!

00:07:20: Wir müssen global denken und auch globale Lösungen.

00:07:23: zu lassen, Lösungen die auch einen entwicklungspolitischen Wehrwert haben wie Jakob Zenz erklärt.

00:07:29: Also man lasst das sehr oft glaube ich den Menschen und die Projekte auch den Impact in diesen Regionen außen vor weil kein Mensch würde sonst in diese Projekten investieren wenn es nicht einen marktbasierten Mechanismus gibt dem man sich woanders anrechnen kann.

00:07:45: Das ist ein marktwirtschaftlicher Gedanke wer uns immer wichtig war gute regeln schaffen Anretze schaffen Wirkung.

00:07:54: Wirkung, die wir brauchen am Weg zu Netto Null wie Jakob Zendt

00:07:58: sagt.".

00:07:59: Und es ist auch das einzige Werkzeug, dass wirklich nachweislich diesen Effekt in den Ländern hat und auch die Investitionen dahin bringen kann?

00:08:07: Die Marktwirtschaft ist ja insgesamt ein Erfolgsmodell im weltweiten Vergleich und im historischen Vergleich.

00:08:14: Marktwirtschaft heißt, dass Konsumentinnen und Konsumenten die Entscheidung treffen und nicht der Staat – das Gegenteil ist Planwirtschaft die staatliche Regelung der Wirtschaft.

00:08:25: Dass das nicht funktioniert, zeigt uns die Geschichte und das weiß auch Natalie Haasdorf, die Chefin der Bundeswettbewerbsbehörde.

00:08:34: Überall dort wo sozusagen ... einzelne politische Machthaber oder Regierungen starten.

00:08:41: Die Idee hatten, dass sie definieren, wie ein Markt genau funktionieren soll und der Staat die Gewinne definiert ist das in einer Katastrophe geendet wirtschaftlich oft auch menschlich mit vielen dramatischen Ergebnissen.

00:08:59: Sie hat gemeinsam mit der E-Kontrolle Die Marktsituation am österreichischen Stromachtuntersuch, denn Untersuchung die zeigt wie der österreichische Stromunternehmen untereinander und aneinander beteiligt sind.

00:09:12: Ein Hemmnis für Wettbewerb – wie sie meint!

00:09:15: Man muss sich natürlich schon fragen….

00:09:17: Wie würden wir das sehen wenn das in einem anderen Produktbereich, sagen wir zum Beispiel im Lebensmittelbereich?

00:09:28: Lebensmittelhändlern wie Spar, Rewe, Lidl, Hofer.

00:09:34: Wenn die auch noch untereinander, fünfzehn, zwanzig, siebenundzwanzig Prozent hätten.

00:09:40: Da würde ja jeder auf den ersten Blick sagen ... Wie geht denn das?

00:09:45: Wettbewerb, das bedeutet Effizienz, Innovation und faire Preise.

00:09:50: Und ein Stück weit haben es die Stromkunden.

00:09:53: selbst in der Hansi können den Anbieter wechseln Strom günstiger bekommen.

00:09:57: in anderen Ländern wird das viel häufiger gemacht.

00:10:00: Noch mal Natalie Hasdorf dazu.

00:10:02: Eigentlich ist es fast eigenartig, dass hier so eine starke Markenloyalität da ist, weil ich ja anders als bei anderen Produkten für Konsumenten, wo ich vielleicht sagen kann okay mir gefällt die Farbe von dem Schuh halt besser oder mir gefalt das Logo besser.

00:10:18: aber Strom ist Strom und dann geht's nur ums Geld.

00:10:21: Marktwirtschaft bedeutet auch Freiheit!

00:10:23: Die Freiheit eigner Entscheidungen.

00:10:26: Und das ist das Leibthema der österreichischen Journalistin Anna Schneider, sie kritisiert die Vermischung von Klimaaktivismus und Kapitalismuskritik wie zum Beispiel die deutsche Klima-Aktivistin Luisa Neubauer gerne macht.

00:10:40: Natürlich dass wir irgendwann den ganz bösen Kapitalismus

00:10:43: überwinden werden müssen

00:10:44: weil dafür uns alle ins Unheil, dass sie auf die Idee noch nicht gekommen ist Dieser böse Kapitalismus, ein Leben in Freiheit ermöglicht wie sonst eigentlich kein

00:10:53: anderes System.

00:10:54: Es steht ja von anderen Blatt.

00:10:55: Das ist pointiert aber der Kern ist wichtig.

00:10:58: Freiheit und Klimaschutz sind kein Widerspruch.

00:11:02: eine gute Klimapolitik muss Menschen überzeugen nicht bevormunden.

00:11:07: Ich glaube das Menschen ganz grundsätzlich.

00:11:10: mal also würde mir behaupten zu sagen dass die meisten für Klimaschutz sind wenn dann den einzelnen Spaten manche Sachen ein bisschen teurer werden.

00:11:18: Ich glaube, dass es viel eher verkraftbar als

00:11:21: so

00:11:21: harte Einschnitte wie Verbote von gewissen Lebensmitteln oder eben Autos ist ja auch ein gutes Beispiel.

00:11:28: Also Sachen wo sehr gerne drüber gelacht wird wenn Menschen vom Land gerne Schnitzel essen und zwei Autos haben was sie brauchen und die großen Klimasünder hingestellt werden also denen das Leben zur Hölle zu machen wie gesagt überzeugt ihn nicht und wir am Ende des Klima auch nicht

00:11:44: retten.".

00:11:45: Für Kuluschen war immer klar Verbote sind oft die bequemste politische Antwort, aber selten die intelligenteste.

00:11:52: Besser sind Innovationen, Wettbewerb und Technologieoffenheit.

00:11:58: Und damit sehen wir bei einem ganz aktuellen großen Thema Speicher.

00:12:03: Denn eine neuere Energie allein reicht nicht.

00:12:05: Strom muss dann verfügbar sein wenn er gebraucht wird – nicht nur dann, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint!

00:12:13: Wir müssen Strom also speichern und zwar in grossen Mengen.

00:12:17: Jim Lefebvre, Batterieexperte und Gründer von Impeto Impact hat den enormen Investitionsbedarf für uns beschrieben.

00:12:25: Wir brauchen circa sieben Gigawatt an Batteriespeicherleistung in den nächsten fünfzehn Jahren.

00:12:32: Das ist equivalent zu einer Investitionssummer von fünf bis zehn Milliarden Euro.

00:12:37: Niemand weiß ganz genau woher die Zeilpreise sich entwickeln außer nach unten in der Regel.

00:12:41: Mehr Speicher bedeutet auch... dass wir das Stromnetz nicht überdimensioniert ausbauen müssen.

00:12:46: Energieanwalt Markus Steiner Selenitsch hat dafür ein sehr anscheuliches

00:12:50: Bild.

00:12:51: Wenn man unser Netz vergleicht mit dem, was alle kennen, Autobahnen dann haben wir einfach eine bestimmte Kapazität die das Netz hergibt.

00:13:01: also wir haben keine Ahnung.

00:13:02: drei spurige Autobahne und da gibt es die Rush Hour wo alles verstopft

00:13:09: ist.

00:13:11: Batterien wären so etwas wie riesengroße Parkplätze, wo man zwischenparken kann und die Sorgen dafür dass die Autos dann zu dem Zeitpunkt

00:13:23: fahren, wo wieder

00:13:24: Platz ist auf der Autobahn.

00:13:27: Idealerweise ohne das man bei der Autobahne eine vierte-fünfte-sechste Spur hinzufügt, die viel teurer wäre.

00:13:35: Und das sind genau die Art von Denken, die wir brauchen nicht ideologisch sondern systemisch.

00:13:41: nicht nur mehr erzeugen, sondern besser steuern, speichern und nutzen.

00:13:47: Ein Versäumnis der letzten Jahre.

00:13:50: Ideologie getrieben wurde einseitig gefördert ohne die Konsequenzen mitzudenken.

00:13:56: Josef Wildburger, ein studierter Verfahrenstechniker sagt das besonders deutlich.

00:14:01: Wer auf die Idee gekommen ist, dass wir das machen?

00:14:06: ohne dabei gleichzeitig auf die Speicher zu setzen, sondern nur den BV-Ausbau zu fördern.

00:14:11: Also wenn mir einer das als Aufgabe gestellt hätte bei einem Seminar und so weiter sowas auch liefert, hätte er sein Studium nicht beendet in der TU Wien.

00:14:24: Weil da ist ein Denkvölter drin!

00:14:25: Als Unternehmer setzt ihr jetzt auf Speichernösungen innovativ auf liziumfreie Flussspeichersysteme.

00:14:33: Alle, die sich echte Experten sind wissen.

00:14:37: Und das wissen wir jetzt seit zwanzig Jahren und nicht seit gestern oder vorgestern.

00:14:43: Dass wir diese Sprecher brauchen, dass wir den Netzausbau brauchen.

00:14:47: Jetzt komme ich zum Netzauspau.

00:14:50: Der Netzaussbau – das wissen auch alle – hat eine Zeitachse.

00:14:53: Ich komme wieder zu meiner Zeitachsee.

00:14:55: Es ist immer wieder derselbe, was Sie sagen werden.

00:14:57: Wenn wir nicht in Zeitachsen denken können und der Netzausbau dauert Jahre bis Jahrzehnte Dann werden wir früher den ganzen anderen Ausbau fördern, dann werden wir scheitern.

00:15:08: Auch das ist eine Botschaft die bleibt.

00:15:12: Energiewende braucht Realismus.

00:15:15: Infrastruktur entsteht nicht durch Wunschdenken.

00:15:18: sie braucht Planung, Genehmigungen, Kapital, Fachkräfte und Zeit.

00:15:23: was für Batterien gilt auch für Wasserstoff ein weiteres großes Zukunftsthema.

00:15:29: Und das weiß man auch anderswo auf der Welt.

00:15:31: China setzt jetzt auf Wasserstoff, Japan schon länger und auch in Österreich ist man dran.

00:15:38: Lukas Renz zum Beispiel hat heillos solid gegründet ein Start-up, dass eine neue Technologie zur Speicherung von Wasserstoff entwickelt.

00:15:47: Ob Wasserstoff für Europa eine Schaus sein kann?

00:15:50: Das habe ich ihm im Podcast gefragt.

00:15:52: Wenn wir uns daran stört zu investieren, zu zeigen was wir wirklich wollen Ich glaube, dann haben wir die Chance, dass man da in fünf, zehn Jahren wirklich einen Innovationsvorteil auch gegenüber chinesischen Produkten beweisen

00:16:04: können.

00:16:05: Doch dafür muss Europa schneller werden und zwar in der Verwaltung bei den Genehmigungen.

00:16:11: Elektrolyseure

00:16:13: in Deutschland braucht die Braugenehmigung zwei bis fünf Jahre, in China zwei bis sechs Monate Windparks, Deutschland fünf bis sieben Jahre, China sechs bis achtzehn Monate Hochspannungsleitungen Europa, scheitert da ein Planungsrecht in China.

00:16:30: Da sind wir im Schnitt fünf bis zehn Mal schneller als in Europa.

00:16:33: Das sind nicht nur Zäuen, die man immer wieder aufpoppen und etwas zusammengeschrieben hat, wird dort vermutlich auch anders sein.

00:16:41: Aber unter dem Strich merken wir, wir sind so langsam – ja!

00:16:44: Wir bürokratisieren alles.

00:16:45: Das ist ein Standardthema und es ist ein Klimathema.

00:16:49: Weil wer Transformation will aber jede Umsetzung verlangsamt verhindert am Ende beides Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit.

00:16:58: Den Wasserstoff werden wir fix brauchen als Stromspeicher, als Langzeitspeicher um Strom im Winter zu haben wenn die Sonne weniger scheint.

00:17:06: Das kann Wasserstoff, weiß Peter Muckenhuber.

00:17:09: er ist Studiengangsleiter am neugegründeten Bachelorstudium Wasserstofftechnik an der FA Technikum

00:17:16: Wien.

00:17:16: Strom wird erzeugt und muss letztlich um die Netze die Transportwege darstellen stabil gehalten werden sofort verbraucht werden.

00:17:24: Dieser Faktor ist bei den gasförmigen Energieträgern und Vorrang beim Wasserstoff dann zukünftig entkoppelt.

00:17:30: Und dieser Vorteil, den macht man sich zukünftig auch weiterhin zu nutzen.

00:17:35: Vielleicht ein konkretes Beispiel – wie kann das aussehen?

00:17:38: Wir haben zusammen monaten Überschussstrom durch PV-Erzeugung die sogenannte Mittagsspitze, die jeder kennt.

00:17:46: Man kann diesen Strom durch die Elektrolyse in Gasförmungen Wasserstoff umwandeln.

00:17:50: Da haben wir dann einen grünen Wasserstoff erzeugt Und dadurch, dass wir ihn gasförmig auch verspeichern können.

00:17:57: Beispielsweise in ehemaligen Erdgaslagerstätten die auch in Österreich vorrangig und weltweit beachtet in ersten Formen sozusagen verfügbar gemacht werden zeitlich entkoppelt speichern das heißt im Sommer produziere ich den Wasserstoff den ich beispielsweise im Winter dann wieder heraus nehme aus dieser Lagerstätte und dann zur Verbrauchsstelle führe und zum Verbraucht

00:18:18: bringe.

00:18:20: dass Europa zwar die Technologie entwickelt, aber andere sie dann skalieren.

00:18:26: Diese Gefahr ist real.

00:18:27: schon seit vielen Jahren setzt Japan auf Wasserstofftechnologie.

00:18:32: China hat diese Technologie jetzt gerade in seinen neuen Fünf-Jahresplan aufgenommen.

00:18:37: und wie ernst das China ist wenn Sie etwas im fünfjahres Plan aufnehmen.

00:18:42: Das haben wir bei Photovoltaik und Batterien gesehen

00:18:46: Und es sollte sich die Geschichte der Futur-Tagindustrie, der erzeugerenden Industrie diesen Bereich bitte nicht wiederholen.

00:18:54: Wir haben gute Vorschläge

00:18:55: einrichtet.

00:18:55: Also Innovation in Österreich und dann aber die Skalierung und

00:18:59: letztlich

00:19:00: wirtschaftlich damit erfolgreich sein in anderen Weltregionen.

00:19:03: dieses Problem sprechen Sie an?

00:19:04: Genau!

00:19:05: Das ist vielleicht eine der größten Lehren.

00:19:07: Innovation allein reicht nicht.

00:19:10: Wer neue Technologien nicht zur Anwendung bringt verliert Wertschöpfung Arbeitsplätze und Einfluss.

00:19:17: Auch Michael Harasek von der TU Wien ist ein Fan von Wasserstoff, er leitet dort den Forschungsbereich Thermische Verfahrenstechnik und Simulation und er hat Wasserstoff bei uns im Podcast sehr schön beschrieben.

00:19:30: Das ist tatsächlich der Champagner der Energiewende.

00:19:34: Man muss es so sehen, dass Wasserstoff ein vielseitig einsetzbares Gas ist.

00:19:39: Es ist ein Energieträger.

00:19:41: Er kann aus elektrischem Strom und Wasser hergestellt werden in Elektrolyse verfahren und bietet damit einen neuen Industrieroßstoff aber auch eine Möglichkeit großgarlig Wasserstoff speichern zu können.

00:19:53: Wo dann Harasek auch forscht, ist CO².

00:19:57: Das wollen wir ja vermeiden.

00:19:58: gleichzeitig kann das aber auch Rohstoff sein nämlich wenn wir CO² abscheiden, bevor es in die Atmosphäre gelangt.

00:20:06: Der Nachteil dieser Technologie ist dass er sehr energieinventiv ist und das CO² weiterhin als Abfall also nicht als sekundär Rohstoff oder als Kohlenstoffquelle hier angedacht wird sondern wie am Ende des Tages hier dreißig manchmal auch mehr Prozent der fossilen Energie die wir einsetzen um Strom zu produzieren oder auch um Petrochymie zu betreiben, am Ende des Tages auch für die CO²-Abscheidung Verdichtung den Transport und die Lagerung benötigen.

00:20:37: Das heißt wir kurbeln eigentlich durch CCS und das muss man auch durchaus kritisch hier sehen.

00:20:42: Wir kurbelen durch CCs unter Umständen eher noch den fossilen Energiebedarf an.

00:20:47: Das ist ein wichtiger Gedanke.

00:20:49: Kreislaufwirtschaft heisst nicht nur Recycling von Papierplastik oder Metallen.

00:20:54: Sie kann auch bedeuten, Kohlenstoff in industriellen Kreisläufen zu halten.

00:20:59: Aber auch hier geht ohne wirtschaftliche Rahmenbedingungen wird selbst die beste Technologie nichts kalieren.

00:21:05: Der Weg einer CO-Zwei oder einer Kohlendstoffkreislaufwirtschaft ist ein teurer.

00:21:11: Es wird anstrengender benötigen und es wird aber auch mehr Geld kosten.

00:21:15: Das billige Fossil versus das etwas aufwendigere und auch wenig geförderte Erneuerbare, das ist sozusagen eine Diskussion die schon lange da ist.

00:21:26: Und in dieser Diskussion diese Diskussion ist zu vertiefen und hier wird es notwendig sein politische Maßnahmen insbesondere natürlich auch monetäre Maßnahmen Thema CO²-Besteuerung usw.

00:21:37: Da sind alles treibend wie natürlich die Wirtschaftlichkeit solcher innovativen Prozesse hier deutlich deutlich erhöhen.

00:21:46: Also wieder einmal Preise als wichtiges Signal in der Marktwirtschaft, das ist ja auch der Sinn einer vernünftigen CO-Zweibepreisung die vor allem dann Sinn macht wenn sie weltweit gedacht wird.

00:21:59: Wir haben jetzt gesehen wie wichtige Innovationen sind und die gibt es vor allem Dann Wenn Technologie Offenheit herrscht.

00:22:07: so sieht Es zum Beispiel der TU Graz Professor Georg Brasseur

00:22:12: Keine verbote Technologieoffenheit, weil nur wenn Technologie-Offenheit besteht dann denken Millionen von Leuten über Ideen nach was man tun könnte.

00:22:21: Und werden auf lustige Ideen kommen wie Man fängt jetzt fossiles CO² in Kraftwerken ein verpackt es von mir aus mit Wasser zusammen und pumpt es in einen Vulkangestein hinein und das verandert sich in kürzer Zeit den Carbonat um.

00:22:36: Da gibt's alle möglichen Methoden und es ist dann weg und kann nicht mehr schädlich sein.

00:22:41: Das ist bei uns verboten, also Carbon Capture und Storage darf man nicht.

00:22:45: Warum?

00:22:46: Aber wieso?

00:22:47: Vielleicht kommt noch viel lustigere Ideen noch – weiß ich nicht!

00:22:50: Genau das ist der ökologischen Gedanke.

00:22:53: Nicht Politik soll im Detail vorschreiben welche Technologie gewinnt sondern kluge Rahmenbedingungen sollen ermöglichen dass die besten Lösungen entstehen.

00:23:04: Ob Batteriewasserstoff oder CO-Zweigreislaufwirtschaft, die Energiewende wird nicht aus einer einzigen Lösung bestehen.

00:23:11: Sie werden zusammen Spiel vieler Technologien sein und sie wird international sein!

00:23:17: Wir haben im Podcast Öko logisch immer wieder auch den Blick über die europäischen Grenzen gewagt zum Beispiel nach Saudi Arabien mit Quentin Plomart erleitet dort das deutsche Wasserstoff Diplomatie Büro weil neue Energiemärkte nicht nur in Europa entstehen und weil auch Saudi-Arabien auf Wasserstoff setzt.

00:23:39: Lange erprobte Erfahrungen und Lernkurve als Energie für Sorge, starke Beziehungen zu Schlüsselabnahmemärkten vertieftes Wissen und sehr gut ausgebildete Fachkräfte in Bereichen die für die Wasserstoffwirtschaft weiterhin von Bedeutung erhalten bleiben.

00:23:55: All diese Vorteile kann das Königreich aufzeigen um in Zukunft zusätzliche Einahmequellen.

00:24:02: Was ja auch betont ist, dass Wasserstoff ja keineswegs was Neues ist.

00:24:06: Die Industrie verwendet ihn ständig und schon lange.

00:24:09: Allerdings wird er bisher nicht klimaschonend produziert.

00:24:12: Bedarf und Markt sind aber

00:24:15: da!

00:24:22: und weitere energie- hungrige Felder interessieren sich auch für Wasserstoff.

00:24:35: Und es sind Derivaten, und zwar wie erwähnt der Schwerlastverkehr, die Schieffahrt, der Schienverkehr oder den Flugverkehr.

00:24:43: Auch die Voraussetzungen sind gar nicht so schlecht – das gilt auch und gerade für Österreich!

00:24:49: Laut Studien kostet der Umbau von bestehenden Pipelines in Wasserstoff konformer Pipelines ein Drittel der Preisen neuer Pipelines.

00:24:58: Einiges spricht also für eine solche Lösung, wenn eine Strukturelle Basis schon vorhanden

00:25:05: ist.

00:25:06: Ammoniak wieder heutzutage en masse produziert, sprich die Infrastrukturen für das Entstranntransport sind schon vorhanden.

00:25:28: Logisch.

00:25:29: Achtundsechzig Folgen zur Wachstumstandardklima und das waren einige Highlights daraus.

00:25:36: In all unseren Gesprächen ging es nie um einfache Parolen, es ging um Lösungen die funktionieren können Um Klimapolitik, die nicht gegen Menschen arbeitet, um Technologie Die Chancen eröffnet und merkte die Innovationen ermöglichen um einen Standort der nicht geschwächt sondern erneuert werden muss.

00:25:57: Wenn wir nach all diesen Folgen aus diesen Achtundsechzigfolgen eine Botschaft mitnehmen, dann vielleicht diese.

00:26:05: Die Klimawende braucht mehr als nur gute Absichten!

00:26:09: Sie braucht Mut zur Realität, Mut zur Innovation, Mut zum Marktwirtschaft und Mut zur Freiheit.

00:26:17: Ich sage zum Abschluss Danke an alle die diesen Podcast möglich gemacht haben Das Team bei Kuluschen unser Producer Stefan Tesch, allen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern.

00:26:32: Und vor allem euch allen die ihr diesen Podcast gehört habt weiter empfohlen habt, die ihr kommentiert und mit uns diskutiert habt.

00:26:41: bleiben wir dran die Klimawende positiv zu denken global lösungsorientiert und marktwirtschaftlich getreu dem Motto dieses Podcasts Wachstum Standort Klima.

00:27:04: Dieser Podcast wird produziert von Stefan Tesch.

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